034 Impulskontrolle - Frust - Langeweile aushalten

Shownotes

Impulskontrolle, Frust und Langeweile aushalten fällt vielen Hunden im Alltag schwer. Was muss man beachten und warum ist es manchmal nicht sinnig, nur über Impulskontrolle mit dem Hund zu arbeiten? All das wird in dieser Folge ausführlich erklärt.

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00:00:01: Herzlich willkommen bei den liebenswerten Hunden, dem Podcast für alle die Hunde von Herzen lieben und mit ihren Hunden auffallen wollen indem sie nicht auffallten.

00:00:12: Ich bin Sabine Heidelberg und freue mich dass ihr den Weg hierher gefunden habt.

00:00:18: Seht es mir nach wenn ich nicht gendern werde?

00:00:21: Das bedeutet nicht das sich irgendjemand ausschließen möchte!

00:00:25: Ich respektiere und schätze alle Menschen und Tiere gleichermaßen.

00:00:30: Vielleicht habt ihr schon einen Hund oder ihr spielt mit dem Gedanken, euch einen Hund anzuschaffen.

00:00:36: Dann ist dieser Podcast genau der Richtige für Euch!

00:00:42: Heute spreche ich über die Themen Impulskontrolle, Frust und lange Weile aushalten.

00:00:50: Diese Folge wird erst einmal die letzte von meiner Sommerpause sein.

00:00:54: Ich mache jetzt erstmal drei Monate Pause und starte dann danach wieder durch, aber dieses Thema war mir noch sehr wichtig vor der Sommerpause zu behandeln!

00:01:06: Denn viele Hunde tun sich schwer damit, in bestimmten Situationen Gelassenheit zu zeigen und sich runterzufahren.

00:01:13: Und manch ein Hunderhalter tut sich sehr schwer damit seinem Hund Gelassenkeit und Ruhe zu vermitteln.

00:01:20: Ich habe auch so eine kleine Maus hier Zuhause die wirklich sich da manchmal schwer mittut gerade auch in neuer Umgebung.

00:01:31: Deshalb dieses Thema heute.

00:01:33: Häufig werden Impulskontrolle, Frust und Langeweile in einem Atemzug erwähnt.

00:01:39: Alle drei sind zwar eng miteinander verbunden – und brauchen einander auch!

00:01:44: Sind jedoch sehr unterschiedlich zu betrachten ….

00:01:47: Und warum?

00:01:48: Wieso und weshalb?

00:01:49: Das erläutere ich Euch heute in dieser Folge.

00:01:52: Warum ist es so wichtig auf jeden Hund individuell einzugehen?

00:01:57: Also ich hatte bislang fünf Hunde, habe hunderte in den letzten Jahren in meiner Hundeschule begleiten dürfen und manche Hunde kommen einfach schlechter zur inneren Ruhe als andere.

00:02:10: Außerdem sollte man immer mal darüber nachdenken, warum es bei manchen Hunden nicht sinnlich ist nur über Impulskontrolle zu arbeiten.

00:02:20: Das können die meisten Hunde nämlich ganz schnell lernen.

00:02:23: Meine Mädchen kann das auch, sie kann warten, warten, aber sie kommt mit neuen Situationen manchmal nicht so ganz gut klar!

00:02:32: Oftmals bringt uns das bei einigen Hunden nicht weiter, wenn wir nur über Impulskontrolle arbeiten und bei Macy würde es mich auch nicht weiter bringen.

00:02:42: Und all das erläutere ich euch heute in dieser Folge!

00:02:46: Außerdem stelle ich nochmal ganz explizit den Vergleich zwischen Impulskontrolle und Frustrationstoleranz an.

00:02:54: Und danach sollte jeder Hundehalter erkennen, was seinem Hund gut tut – und was wahrscheinlich nicht!

00:03:00: Denn wenn man pech hat, macht man sich durch Impulskontrollübungen eine erfolgreiche Frustrationstoleranz zu erlernen entweder sehr schwer oder der Hund lernt unter Umständen überhaupt niemals mit Frust umzugehen.

00:03:14: Zuerst aber erstmal die Definition der einzelnen Begriffe.

00:03:19: Ich beginne mal mit der Impulskontrolle.

00:03:22: Also Impulskontrolle bedeutet nichts anderes als das kurzzeitige Unterdrücken eines direkten Handlungsempulses, also nicht sofort dem Ball hinterher zu jagen sondern sich zu beherrschen und abzuwarten und Ruhe zu bewahren trotz einer hohen Reizlage.

00:03:40: Impulskontrolle bedeutet also Selbstbeherrschung, sprich eine bewusste und gewollte Unterdrückung der eigenen Gefühle und der Gefühlsregungen.

00:03:51: Denn eigentlich möchte der Hund ja hinter diesem Ball hinterherlaufen!

00:03:55: Bei der Impulskonrolle handelt es sich um eine Form der Selbstregulierung bei der kurzfristige Impulse zugunsten langfristiger Ziele kontrolliert werden.

00:04:08: Bei der Impulskontrolle handelt es sich also um einen Belohnungsaufschub.

00:04:13: Dieses Wort solltet ihr euch in Bezug auf das Training unbedingt merken, ein Belohnungsschub!

00:04:21: Neben dem Belohnungsaufschub auch noch die Hemmung von bereits erlernten Verhaltensmustern und das Verhalten so zu steuern, dass es angemessen ist.

00:04:30: Ich gebe euch mal ein paar Beispiele für Impulskontrolle, die jeder Hundehalter bestimmt kennt.

00:04:36: Der Hund wartet auf die Belohnung nach einem gesetzten Marker.

00:04:39: durch den Marker hat man die Möglichkeit ,den Hundpunkt genau zu bestätigen um ihm danach seine Belohnungen zu geben also einen kurzer zeitlicher.

00:04:51: oder der Hund wartet auf das Hinstellen von Futter und das bekommt er erst nachdem er zur Ruhe gekommen ist, ohne dass man ihm Sitzplatz bleibt gesagt hat.

00:05:00: Also wieder ein Belohnungsaufschub!

00:05:04: Bei der Hemmung von erlernten Verhalten hat der Hund gelernt nicht mehr anzuspringen und eigenständig zu Ruhe zu kommen um dann begrüßt zu werden also an Aufmerksamkeit zu kommen.

00:05:17: Es erreicht auch in diesem Fall wieder das, was er erreichen wollte.

00:05:22: Nämlich er kommt an die Aufmerksamkeit sowie auch an das Futter oder den Ball wenn er wartet.

00:05:31: Im Idealfall wartet ihr so lange bis der Hund ohne eine Aufforderung zur Ruhe gekommen ist und das kann bei manchen Hunden dauern.

00:05:41: Der Hund lernt also durch Impulskontrolle innerhalb einer Situation abzuwarten, weil er das Ziel nämlich das Futter den Ball oder die Aufmerksamkeit zeitverzögert erhält.

00:05:54: Also erreicht immer die gewünschten Ziele.

00:05:58: Zeit spielt eine Rolle.

00:06:00: Das heißt erwartet und erreicht das was man ihm für kurze Zeit vorenthalten hat.

00:06:07: Impulskontrolle ist in vielen Alltagssituationen erforderlich.

00:06:13: Schafft auch eine Grundlage dafür, dass sich der Hund in den menschlichen Alltag einfügen kann und je aufgeregter oder hebeliger ein Hund ist desto langwieriger kann das Training bei der Impulskontrolle werden.

00:06:28: Ab und zu solltet ihr euch fragen, wie ihr mit dem Aushalten von Impulsen umgeht.

00:06:35: Damit ihr verstehen könnt warum es bei manchen Hunden ja sehr schwierig ist oder manche Hunden sehr schwer fällt ihre Impulse zu steuern.

00:06:44: Wir Menschen tun uns damit nämlich manchmal auch sehr sehr schwer.

00:06:48: Könnt ihr es aushalten wenn euer Handy eine Nachricht empfangen hat?

00:06:52: Es pluppt also irgendwo so ein Ton auf und sie dann nicht sofort zu lesen, sondern erst in Ruhe fertig zu essen oder das Handy mal einen halben Tag nicht in die Hand zu nehmen.

00:07:04: Egal was auf diesem Handy da gerade passiert!

00:07:08: oder nur ein Stück Schokolade zu essen und nicht die ganze Tafel.

00:07:13: Das sollten wir uns ab und zu mal vor Augen halten, um unseren Hund in Bezug auf Impulskontrolle vielleicht auch ein bisschen besser verstehen zu können.

00:07:23: Da kann man das Handy vielleicht mit dem besten Hundekumpel gleichsetzen oder er möchte sich seinen Kick über wildes Rennen holen wo wir uns unseren kick vielleicht durch die schokolade oder das handy holen.

00:07:37: Wie können wir in unserem Hund im Bezug auf Impulskontrolle helfen?

00:07:42: Erst einmal sollte man seine eigene Impulsivität steuern können.

00:07:49: Man sollte die überdenken, denn eine fehlende Selbstbeherrschung ist häufig auch das Spiegelbild unserer Hunde.

00:07:57: Wenn sich der Hund aufregt, nützt es überhaupt nichts, wenn der Mensch das ebenfalls tut.

00:08:02: Auf unsere Handlungsempulse gegenüber unserem Hund in stressigen Situationen müssen wir hemmen.

00:08:08: also wir dürfen da nicht ausflippen oder ungerecht werden denn dadurch kann er auch nicht zur Ruhe kommen und kann Situationen ja schlecht aushalten.

00:08:20: Es geht nicht nur um die Selbstbeherrschung des Hundes sondern auch um unsere.

00:08:25: Stellt euch vor, ihr kommt nach Hause und euer Hund freut sich wie Bolle, springt an euch hoch vor Freude.

00:08:31: Und ihr quetscht, reißt die Arme hoch und dreht vollkommen mit auf.

00:08:35: Irgendwann kommen Besuch zu euch und jetzt verlangt ihr von eurem Hund das er sich beherrschen soll!

00:08:41: Besser wäre es doch, wenn ihr nach Hause kommt und ihn erstmal ignoriert und ihm die nötige Ruhe vermittelt.

00:08:50: Er kommt an eure Aufmerksamkeit, wenn er sich ohne Aufforderung reguliert hat.

00:08:56: Solange ist der Hund Luft für euch also nicht ansprechen anfassen oder anschauen oder wenn der Hund noch nicht vernünftig an der Leine gehen kann und ihr die Leine in die Hand nehmt und schon mal quetscht, wollen wir rausgehen.

00:09:15: Auch das hilft dem Hund ja nicht weiter dann draußen wirklich in Ruhe neben euch herzugehen!

00:09:23: Oder wenn ihr nur die Leine in die Hand nehmt und der Hund springt wie verrückt an euch hoch.

00:09:29: Und ihr sagt, er muss bestimmt mal ganz nötig raus und ihr geht auf seine Erregung ein.

00:09:36: also dann auch erstmal wieder abwarten bis er sich selbstständig kontrolliert hat.

00:09:42: Impulskontrolle können die meisten Hunde lernen nämlich warten am Futter bis man es frei gibt Abruf von einem bewegten Objekt zum Beispiel Ball oder Portel, also der Hund wartet bis der Mensch es freigegeben hat.

00:09:56: oder warten im Auto bis man dem Hund erlaubt auszusteigen.

00:10:01: Warten an der Haustür bis man gemeinsam rausgeht vielleicht auch mal ein Hund da spielen.

00:10:06: einen Hund muss warten und dann dürfen beide Hunde spielen.

00:10:10: Also das sind alles Formen der Impulskontrolle.

00:10:14: Erfolge erzielt ihr durch üben, üben.

00:10:19: Es reicht nicht ein oder zweimal im Monat zu trainieren, denn kontinuierliche Wiederholungen und auf jeden Hund individuell angepasst machen das Training auf lange Sicht erfolgreich!

00:10:33: Achtet immer auf kurze Trainingseinheiten.

00:10:36: Also je aufgedrehter der Hund ist, desto schlechter kann er sich vielleicht konzentrieren.

00:10:42: Der Hund darf dabei beim Training überhaupt nicht überfordert werden.

00:10:46: also da solltet ihr auch darauf achten.

00:10:48: Zwischen den Trainings einhalten bzw zwischen dem aushalten müsst ihr eurem Hund unbedingt die Möglichkeit geben dass er sich regenerieren kann denn alles ist sehr anstrengend für ihn.

00:11:02: Ich hatte die EMI ja bei uns zu Hause.

00:11:05: Bei der musste ich niemals Impulskontrolle üben, weil also das war wirklich ein absolut in sich ruhender Hund!

00:11:13: Bei Maisie muss ich da schon besonders drauf achten.

00:11:18: Wichtig ist, dass ihr die Impulskontrolle auf keinen Fall mit Gehorsam durch das Ausführen von Aufträgen verwechseln solltet.

00:11:26: Sondern der Hund soll lernen sich eigenständig zurückzunehmen!

00:11:30: Also viele Hunde sind ja auch unterordnungsmäßig absolut top.

00:11:34: und wenn ihr dann sagt sitzt und der Hund sitzt und zittert und webt innerlich, hat das nichts mit Impulskontrolle zu tun.

00:11:42: Der ist immer noch in einer sehr hohen Erregungslage darauf, dass der Hund sich selbständig reguliert und vielleicht selbstständig hinsetzt und sagt okay ich weiß.

00:11:53: Ich komme jetzt zur Ruhe und dann kann ich auch das Ziel

00:11:57: erreichen.".

00:11:58: Wir haben mit einer Gruppe von Hunden die sich sehr schlecht runterfahren können in einer Stunde eine Strecke von nur siebenhundert Meter zurückgelegt.

00:12:09: wir haben ganz viele Pausen eingelegt und nicht ein einziges Wort mit den Hunden gesprochen außer wenn sie in der Lage waren, uns freiwillig ihre Aufmerksamkeit zu schenken und sich selbstständig runtergefahren haben.

00:12:23: Aber auch bei der Bestätigung darf niemals der Fehler gemacht werden die Hunde durch eine unangemessene Bestätigen für richtiges Verhalten eventuell wieder hochzupuschen.

00:12:35: Alle Teilnehmer haben mir berichtet, dass die Hunde nach dieser einen Stunde den ganzen Tag geruht haben.

00:12:40: Ihr seht also das Training etwas aushalten zu müssen und sich nicht hochzufahren anstrengender für die Hünde sein kann als eine Stunde wildes Togen denn das baut in der Regel noch mehr Kondition auf und man kommt da einfach nicht zur inneren Ruhe.

00:13:00: So, das zum Thema Impulskontrolle.

00:13:02: Jetzt mal zum Thema Frustrationstoleranz.

00:13:06: Was bedeutet das?

00:13:08: Das bedeutet ja dass man gut mit nicht erfüllten Wünschen Erwartungen und auch negativen Gefühlen die dabei entstehen umgehen zu lernt.

00:13:20: Das Ziel von Frustrationstoleranz ist also eine emotionale Stabilität wenn etwas nicht so läuft, wie man sich das wünscht.

00:13:30: Obwohl man auf etwas richtig Bock hat!

00:13:34: Einige Beispiele für Frustrationstoleranz.

00:13:37: Der Hund sieht seinen besten Kumpel flippt total aus, hat sich erinnert... Aha!

00:13:43: Wenn ich heute ganz schnell zur Ruhe komme, darf ich mit ihm spielen?

00:13:47: Nee, heute mal nicht.

00:13:49: Der Hund sieht sein Lieblingsspielzeug und jangelt schon richtig rum, hat wieder über die Impulskontrolle gelernt.

00:13:57: Wenn ich zur Ruhe komme, dann erreiche ich das Ziel Spielzeug.

00:14:00: Nein heute mal nicht!

00:14:03: Der Hund bekommt nichts am Tisch obwohl er da ganz friedlich neben dem Tisch sitzt und euch mit einem aller weltbesten Dackelblick anschaut, er bettelt und ihm vielleicht schon der Sabba außer Schnauze rausläuft.

00:14:19: Und ihr gebt ihm heute mal nix.

00:14:21: Der Hund soll lernen dass er mit einer Situation umgehen muss Er wird das Ziel nicht erreichen.

00:14:29: Und gleichzeitig muss er verstehen, dass das dabei entstehende negative Gefühl und das entsteht ja dabei wenn ich da in diesen Frustrückbereich reinkomme von ganz alleine wieder verschwindet auch wenn es Zeit kostet.

00:14:44: aber irgendwann ist dieses blöde Gefühl wirklich weg.

00:14:49: Wichtig mit Frust umzugehen, kann der Hund wirklich nur lernen wenn er Frust bis zum Ende aushalten muss und dabei lernt dass das wirklich unschöne Gefühl dabei von ganz selbst wieder vergehen wird.

00:15:04: Auch wenn es unter Umständen viel Zeit kostet!

00:15:08: Wenn ihr das Frust erleben häufig abrecht oder eurem Hund eine Alternative anbietet, kann er also niemals lernen mit Frustaum zu gehen.

00:15:19: Nur wenn der Hund die Lernerfahrung machen kann, wie es sich anfühlt.

00:15:24: Wenn man Ziele nicht erreicht und das unangenehme Gefühl dabei was ja dabei entsteht irgendwann verschwindet erst dann kann sich Frustrationstoleranz entwickeln.

00:15:37: Bei der Frustrationstoleranz handelt es sich also um einen Belohnungsaufschub.

00:15:44: Da haben wir wieder dieses Wort wie bei der Impulskontrolle, sondern dass er sich mit einer Situation abfinden muss und Ziele und Wünsche nicht erreicht.

00:15:56: Wie können wir dem Hund in Bezug auf Frustrationstoleranz helfen?

00:16:01: Man muss sich unserem Hund auf jeden Fall genügend Zeit geben!

00:16:05: anfänglich nicht mit zu starken Wünschen oder Zielen arbeiten, die der Hund erreichen möchte.

00:16:12: Ja und eine für den Hund frustrierende Situation wirklich bis zum Ende aushalten und sich damit, dass er sich damit abfinden muss das gewünschte Ziel heute mal nicht zu erreichen.

00:16:28: also mit Frust umzugehen kann nur gelernt werden wenn man den Hund auch wirklich frusten lässt.

00:16:35: Ansonsten fehlt ihm eine ganz entscheidende Erkenntnis, dass die an frustverbundenen Emotionen und negativen Gefühlen von allein irgendwann wieder verschwinden auch wenn es unter Umständen dauern kann.

00:16:51: Ja und den Alltag leben das heißt auch im Alltag Ziele mal nicht zu erreichen und Wünsche mal nichts zu erfüllen.

00:16:58: Man kann also sagen, dass Frustration aushalten weit – manchmal wirklich weit über die zeitlich meistens kurzfristige Impulskontrolle hinausgeht.

00:17:11: Und ganz egal welche unangenehmen Emotionen der Hund dabei verarbeiten muss und wie lange es dauert bis sich der Hund selbst reguliert, muss er lernen auszuhalten!

00:17:23: Ja, auch Alltagssituationen in denen der Hund lernen kann mit Frust umzugehen.

00:17:28: Vielleicht richtet ihr eurem Hund zu Hause einen absolut gemütlichen Platz ein?

00:17:33: Ich hoffe ja dass das jeder Hund sowieso!

00:17:35: hat, legt ihm ein Geschirr an und setzt euch daneben.

00:17:40: Entspannt bei einem Buch, Kaffee oder Tee!

00:17:43: Und legt vor dem gemütlich eingerichteten Platz einen Wunschobjekt das der Hund unbedingt haben möchte.

00:17:50: Wenn er seinen Platz verlässt greift ihr Kommentalus ins Geschirrr bringt ihn wieder zurück auf seinem Platz.

00:17:56: Oder Und das auch wieder ohne irgendwie großartig den Hund anzufassen, anzugucken und anzutetscheln.

00:18:03: Das ist ganz wichtig!

00:18:04: Deshalb dass Geschirr einfach ins Geschirrhacken wieder auf dem Platz zurück.

00:18:08: gut ist oder unterwegs bleibt ihr einfach mal stehen wenn der Hund ein Ziel erreichen möchte und wartet so lange bis er mit dem Frust umgehen kann das Ziel nicht zu erreichen?

00:18:19: Das kann mal sein Schnüffelstelle, das kann Mal sein dass er unbedingt zu einem Menschen hinziehen möchte zu einem anderen Hund.

00:18:28: er erreicht, heute das Ziel einfach mal nicht.

00:18:33: Ja üben könnt ihr den Alltag also Frust auszuhalten immer dann wenn ihr merkt dass der Hund ein Ziel erreichen möchte ohne einen Wunsch hat und ihr es gemeinsam mit ihm aushaltet bis nicht zu erreichen.

00:18:48: Wichtig hierbei Keins der Ziele wird erreicht und die entsprechende Zeit für die Durchführung müsst ihr vorher einplanen, damit ihr das dann auch durchhalten könnt.

00:19:01: Was ihr sowohl bei Impulskontrolle als auch beim Frust aushalten beachten müsst, zeigt bitte immer Verständnis für euren Hund – sowohl im Impulsen als auch im Umgang mit Frust.

00:19:15: Fragt euch immer, wie oft ihr selbst mit Vorhaben brecht weil ihr euch nicht kontrollieren könnt.

00:19:24: Häufig ist Schlafmangel eine Ursache von schlechter Impulskontrolle und dem nicht aushalten können von Frust.

00:19:32: Denkt daran dass Hunde wirklich zwanzig bis ja zweiundzwanzig Stunden pro Tag einfach irgendwo ruhen sollten.

00:19:43: Beide Fähigkeiten, also Impulskontrolle und mit Frust umzugehen muss bei jedem Hund individuell angepasst werden.

00:19:50: Habe ich ja schon gesagt!

00:19:51: Bei meiner EMI brauchte ich da gar nix für tun die war.

00:19:55: Die hat eigentlich alles ausgehalten.

00:19:58: das war so toll Und beim Macy muss sich da wirklich auch jetzt im sechsten Jahr dran arbeiten.

00:20:06: Eine entspannte Umgebung zu Beginn des Trainings ist immer ganz, ganz wichtig und seht es bitte nicht als Strafe an wenn der Hund mal ein Ziel nicht erreicht.

00:20:18: Sondern mit Impulskontrolle und Frust im Alltag umzugehen sowohl beim Hund als auch bei uns.

00:20:28: das ist doch das was in Zukunft täglich ohne großen Zeitaufwand und ohne darüber nachdenken zu müssen, bewältigt werden soll.

00:20:37: Damit das Zusammenleben angenehmer und vor allem viel entspannter wird.

00:20:43: Zu Beginn dieser Folge habe ich euch versprochen darauf einzugehen warum manche Hunde Impulskontrolle super gut drauf haben aber nicht mit Frust umgehen können.

00:20:53: Dazu vergleichen wir jetzt nochmal ganz fix beide miteinander.

00:20:58: also Impulskontrolle bedeutet etwas auf auszuhalten, um einen Impuls hemmen zu können.

00:21:06: Um das eigene Verhalten anzupassen und der Hund lernt sich zurückzunehmen, um anschließend an seine gewünschte Belohnung oder an das Ziel zu kommen.

00:21:16: Der Hund kommt zum Ziel durch einen Belohnungsaufschub.

00:21:22: Frust bedeutet zeitlich so lange auszushalten bis dieses wirklich innere, unangenehme Gefühl verschwindet ohne dass das Ziel erreicht wird.

00:21:33: und nur dadurch kann sich eine Frustrationstoleranz entwickeln.

00:21:38: Der Hund erhält keinen Auftrag denn er soll lernen seinen Verhalten selbst zu steuern.

00:21:43: wir geben ihm immer nur die entsprechende Zeit dafür.

00:21:48: Wenn ihr einen Hund habt, der schlecht mit Frust umgeben kann, sollten jetzt bei euch die Alarmglocken angehen.

00:21:55: Denn das Training von Impulskontrolle kann bei Hunden, die nicht mit Früst umgehen können, dass Erlernen von Frustrationstoleranz schwierig oder sogar unmöglich machen!

00:22:09: Sie haben gelernt, nur den Belohnungsaufschub abzuspeichern und niemals die Erfahrung gemacht auch mal Ziele nicht zu erreichen.

00:22:20: Und die damit verbundenen unangenehmen Gefühle und Emotionen auszuhalten und wichtig auch zu verarbeiten.

00:22:28: Deshalb kann es besser sein bei impulsiven Hunden an der Frustrationstoleranz zu arbeiten und nicht an der Impulskontrolle, die ihm ja einen Belohnungsaufschub vermittelt.

00:22:43: Ja das Lernziel bei impulsiven Runden soll nicht sein halte dich zurück damit du etwas anderes bekommst sondern lerne mit Frust umzugehen.

00:22:53: Impulskontrolle ist der Anfang von Frusterationstoleranz.

00:22:56: Der Abschluss ist immer ein erfolgreiches Training um den Alltag besser zu meistern.

00:23:05: Achtet auf die Erwartungshaltung eures Hundes.

00:23:09: Ist Frust ertragen, er wünscht?

00:23:11: Gibt es keine Belohnung!

00:23:13: Eine Belohnungen ist für den Hund nicht immer Futter sondern das habe ich auch schon in einigen anderen Folgen gesagt genau gerade das was er jetzt im Moment haben möchte oder welches Ziel er verfolgt.

00:23:26: Euer Hund hat über die Umholzkontrolle vielleicht gelernt ins Körbchen zu gehen und so warten wenn Besucher kommen.

00:23:33: der Der Hund befindet sich zwar in seinem Körbchen, aber die Anspannung in ihm wird immer größer.

00:23:40: Denn er weiß ja, dass er am Ende der Belohnung nämlich den Besucher doch noch begrüßen zu dürfen spätestens dann erreicht wenn ihr ihm das okay gibt, dass sein Köppchen verlassen darf.

00:23:52: Der Mensch muss sich bewusst machen welche Ziele er mit seinem Hund im Alltag erreichen möchte und genau daran arbeiten.

00:24:01: ein Hund erwarten kann, weil er mit einer Belohnung, ja oder auf eine Belohnungshoft, kann mit Impulskontrolle umgehen.

00:24:09: Jedoch nicht zwangsläufig mit Frust!

00:24:13: Vielleicht versteht ihr jetzt, warum euer Hund immer noch aufgeregt ist wenn Besucher zu euch kommen.

00:24:18: Wenn ihr so mit ihm arbeitet wie ich es eben gerade beschrieben habe.

00:24:22: Arbeitet nicht an einem Belohnungsaufschub sondern arbeitet daran dass er Besucher komplett ignoriert weil er das Ziel ja heute mal nicht erreicht.

00:24:33: Er bleibt also solange auf seinem Platz bis der Besucher wieder weg ist Und irgendwann lernt der Hund, aha!

00:24:41: Es lohnt sich nicht.

00:24:42: Schöner wäre es ja doch auch für euch wenn das an der Tür klingelt, der Hund in seinem Körbchen liegen bleibt vielleicht einmal den Kopf anhebt und sagt besucher und liegen bleiben lohnts ich?

00:24:53: Ich habe überhaupt gar nicht das Ziel im Kopf dem Besucher irgendeiner Form hier zu bedrängen.

00:25:02: Das wäre noch viel viel besser und entspannter für alle.

00:25:06: Wenn er lernen soll mit Frust umzugehen, müssen Besucher tabu sein und er muss lernen, mit diesem negativen Gefühl umzugehnen.

00:25:14: Auch wenn er sie nicht stimmisch begrüßen darf!

00:25:18: Auf das Thema Besucher bin ich ja schon in der Folge zero-null-sieben ganz intensiv eingegangen.

00:25:25: Heute, die mit Frust oder Hunde, die Mitfrust umgehen können sind im Alltag auf Grund von Selbstregulierung deutlich gelassener und anpassungsfähiger.

00:25:39: Deshalb auch wenn es deutlich zeitaufwendiger und anstrengender ist solltet ihr Hunde nicht alle Wünsche erfüllen und darauf achten dass sie lernen!

00:25:50: auch mit Frust umzugehen.

00:25:52: Denn ein Hund der Impulskontrolle leisten kann, weil er weiß das erwarten muss bis die Belohnung kommt habe ich schon ein paar Mal gesagt kann nicht zwangsläufig mit Frustaum gehen und manche Hunde drehen immer mehr auf wenn ausschließlich Impulskontrolle trainiert wird.

00:26:10: Achtet darauf, welches Ziel ihr mit eurem Hund erreichen wollt und entscheidet euch immer spontan.

00:26:16: Dann für das was ihr möchtet Impulskontrolle oder das Aushalten von Frust.

00:26:22: Ja denn das erleichtert auch die Lebensqualität und das Zusammenleben.

00:26:29: Ein Thema habe ich noch angekündigt, nämlich lange Weile aushalten und lernen mit langen Weilen umzugehen.

00:26:36: Das kann er dann sehr gut, wenn er mit Frust umgehen kann und auch mit Impulskontrolle.

00:26:41: Es passiert mal nichts.

00:26:43: Kein Zeitdruck!

00:26:44: Und ihr habt auch mal kein Zeitdruck eine Auszeit genießen zu dürfen und zur Ruhe zu kommen sich selbst zu regulieren.

00:26:52: Er lernt warten und Bedürfnisse aufzuschieben, er lernt Pause zu machen also Ruhephasen, Zwischentraining und zwischen irgendwelchen Aktionen.

00:27:04: Und deshalb liebe ich auch so sehr vernünftige Ruheplätze für Hunde!

00:27:10: Wir müssen ihm vermitteln lange Weile auszuhalten, auch wenn wir im Haus aktiv sind, weil wir putzen müssen oder irgendetwas vorbereiten müssen und wir leiten ihn gerade auch im Welpenalter immer wieder dazu an.

00:27:25: Komm zur Ruhe egal was hier im Haus passiert.

00:27:29: Hunde, die gelernt haben mit langen Weilen umzugehen können uns begleiten.

00:27:33: Sie legen sich ab.

00:27:34: wenn wir mal beim Spaziergang mit irgendjemandem fest quatschen oder wenn wir mit ihnen unterwegs sind und spontan ein Eis essen gehen wollen dösen sie in der Eisdiele neben uns.

00:27:46: all.

00:27:47: das ist ja das Ziel mal lange Weile aushalten zu können.

00:27:52: Das bedeutet also, wenn wir unterwegs mit ihnen sind nicht immer Action stattfinden zu lassen sondern einfach mal nichts holen keine Erwartungshaltung haben und entspannen.

00:28:04: das könnt ihr auch mal auf einer Bank machen oder irgendwo stehen bleiben.

00:28:08: dass ist erst ganz ganz wichtig denn Erst wenn die lange Weile eintritt und da kann ich leider selbst auch ein Lied von singen.

00:28:17: Ich kann auch schlecht mit langweilen umgehen, beginnt die Entspannung und Entspanung tut auch mal wirklich sehr gut.

00:28:26: Ja, durch diese Folge wollte ich euch vermitteln dass wir unseren Hunden Impulskontrolle, Frustrationstoleranz und mit Langeweile umgehen zu können vermittelt müssen.

00:28:37: Dabei aber ganz genau darauf achten müssen welche Ziele wir erreichen wollen und dabei individuell und situationsbedingt auf jeden Hund eingehen müssen.

00:28:49: Ich habe bislang fünf Hündinnen der gleichen Rasse gehabt und habe eine bei der Impulskontrolle nicht die richtige Methode ist.

00:28:56: Das hat sie drauf, Sie wird durch das Erreichen des Ziels in der Regel unruhiger als wenn sie Ziele überhaupt nicht erreicht!

00:29:05: Denn dadurch kann sie zur inneren Ruhe kommen auch wenn es dauert Und bei anderen HündInnen brauchte ich überhaupt nicht darüber nachzudenken ihnen den Umgang mit Frust beizubringen.

00:29:16: Die waren die Ruhe selbst und haben sich niemals aufgeregt.

00:29:21: Bleibt auch ihr ruhig, gelassen und entspannt und genießt jede Sekunde eures Lebens- und übertrag dieses wunderbare Gefühl auch auf eure Hunde – auch wenn es manchmal nicht so läuft wie ihr oder euer Hund euch das gewünscht hat!

00:29:36: Das negative Gefühl, wenn man ein Ziel nicht erreicht verschwindet irgendwann und dann kann man stolz auf sich und seinen Hund sein, wenn er gelernt hat damit umzugehen Und dadurch kann der Hund ruhiger und ausgeglichener werden.

00:29:52: Das hat doch zu einem positiven, ja nebenbei auch noch zu einem positivem gesundheitlichen Effekt führt, denn es lohnt sich Dinge auszuhalten!

00:30:03: Ja, diese Folge war mir nochmal ganz wichtig weil ich da manchmal auch selber von betroffen bin und ich verabschiede mich jetzt erstmal drei Monate mache ich jetzt Pause genieße den Sommer und werde danach wieder neu durchstarten.

00:30:19: Bis dann!

00:30:20: Tschüss eure Sabine von und mit den liebenswerten Hunden.

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